#19 - Gebäudebrand Hermersberg


 Schwerer Gebäudebrand fordert zwei Todesopfer


Kerndaten:

EinsatzstichwortB3.01 - Gebäudebrand mit Personenrettung
EinsatzortHermersberg, Friedhofstraße
Alarmzeit08.02.2026 - 10:52 Uhr
Alarmierte EinheitenHermersberg, Heltersberg, Höheinöd, Schmalenberg, Steinalben, Waldfischbach-Burgalben, Thaleischweiler
Ausgerückte FahrzeugeFEZ | 1/11-1 | 1/42-1 | 1/46-1 | 1/73-1 | 1/34-1 | 1/19-1 | 3/23-1  | 3/19-1 | 4/42-1 | 5/42-1 | 6/19-1 | 6/42-1 | 2/23-1 | 2/72-1 | 2/19-1 | FW VG Tawa | RD | THW | SEG-S | SEG-V  | PSNV | Polizei | WVE | Pfalzwerke


Bericht:

Am Sonntag, 08. Februar 2026, wurde die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben um 10:58 Uhr zu einem Gebäudebrand in die Friedhofstraße nach Hermersberg alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Obergeschoss des Wohngebäudes bereits in Vollbrand. Nach Angaben von Anwohnern galten zu diesem Zeitpunkt zwei Personen als vermisst. Umgehend wurde ein Innenangriff unter Atemschutz eingeleitet und die Drehleiter in Stellung gebracht. 

Aufgrund der fortschreitenden Brandentwicklung sowie akuter Einsturzgefahr musste der Innenangriff jedoch zwischenzeitlich abgebrochen und die Brandbekämpfung teilweise von außen fortgeführt werden. Im weiteren Einsatzverlauf bestätigte sich die dramatische Lage: Beide vermissten Personen konnten nur noch tot geborgen werden. Nach und nach konnten die Flammen im Innen- und Außenangriff unter Kontrolle gebracht und schließlich abgelöscht werden.

Nachdem unsere Einsatzmaßnahmen abgeschlossen waren, übernahm das THW die Sicherungsmaßnahmen am Gebäude zur Eigentumssicherung.

Gegen 18:00 Uhr wurde die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Die eingesetzten Kräfte waren anschließend noch bis etwa 21:00 Uhr mit Aufräumarbeiten, sowie dem Reinigen und Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen und Gerätschaften beschäftigt.

Während der Löscharbeiten kam es zu Herausforderungen bei der Wasserversorgung, weshalb die zuständigen Wasserwerke hinzugezogen wurden. Die Energieversorgung des Gebäudes wurde in Abstimmung mit den Versorgungsunternehmen abgeschaltet. 

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über die Warnsysteme Katwarn und MOWAS aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Nachdem keine Gefahr mehr bestand, erfolgte am Nachmittag die Entwarnung.

Zur Brandbekämpfung waren zahlreiche Kräfte aus allen Ortswehren der Verbandsgemeinde sowie überörtliche Unterstützungseinheiten im Einsatz. Zeitweise befanden sich rund 150 Einsatzkräfte mit über 30 Fahrzeugen an der Einsatzstelle. Neben der Feuerwehr waren der Rettungsdienst, die Polizei, das THW, die Notfallseelsorge sowie Versorgungs- und Betreuungseinheiten vor Ort.

Die Feuerwehr spricht den Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus. Die Kriminalpolizei nahm noch während des laufenden Einsatzes die Ermittlungen zur Brandursache auf.


Bilder: